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Jacke wie Hose....

"Leder, oder Textil?"... "Das ist doch Jacke wie Hose."

Ist es das? Bis 2017 war ich ja eher so der Typ Leder 😉.

Auf der Intermot 2016, fette Standparty am RUKKA Stand.

Ich diskutiere mit Matthias die obige Frage....



5:31 am Stilfser Joch.

📸 Jürgen Theiner.


Ich bin der festen Überzeugung: Meine Klamottenwahl ist die Richtige - Perforierte Lederkombi, Funktionsunterwäsche drunter und dann bei sinkenden Temperaturen nach dem Zwiebelprinzip aufstocken. Windstopper drunter und zu guter letzt 'ne Softshelljacke über die Kombi,

das ist nicht zu toppen. Meine Lederkombi sieht fast so aus, als wolle ich Marquez,

dem Sturzkönig der Moto GP nacheifern (der kriegt aber nach jedem Abflug 'ne neue💰💰💰).

Meine Anforderungen sind halt anderer Natur.

Marquez tut alles für 'ne gute Rundenzeit, ich tu Fast alles für'n gutes Bild.

Ich schmeiß mich in den Dreck, klettere auf Bäume, lasse mich nach dem Foto irgendwelche Geröllhänge runterrutschen und bin oft pitsche nass geschwitzt und wieder in Fahrt,

weht mir der Wind durch die Kombi, ich werde durch die Verdunstungskälte erfrischt und

bin ruck zuck wieder trocken. Perfekte Klamottenwahl!

Lediglich im Sommer, bei unklarer Wetterlage, ich erinner mich genau, aus dem Schwarzwald nach Österreich: Regenkombi an - Regenkombi aus... immer und immer wieder. 🙄👹


Matthias meint tatsächlich, dass all das ein Textil Anzug besser kann. Ich glaube ihm nicht und verweise nochmal explizit auf die Nummer mit dem "Runterrutschen" und der Belüftung

Matthias: "Ach was, kein Problem und für die Belüftung gibt es doch die Reissverschlüsse."

...Na ja.... Ich bin skeptisch....

Und, das habe ich nicht in unsere Unterhaltung einfliessen lassen, Textil trägt nur der "Oppa",

mit dem Bier-äh-Dings.

Matthias schiebt mir die Hand entgegen:"Wollen wir wetten?"

Dramaturgische Denkpause..... "Ok. 50.000km Moppetfoto Hardcore Test?"

"Deal!"🤝


2017 - mein erster Textil Anzug, der Rukka Thund-R .

Auf dem Haarstrang.

📸 Dunja Drückhammer


Ich bin überrascht, sehr bequem!

Ich bin in Eile, Autobahn, 230 Sachen: Es flattert nichts und der Wind zerrt unbedeutend mehr an mir

als zuvor im Leder.

Es ist warm, ich öffne die Reissverschlüße, fein. Der Rückenpanzer ist hier direkt in der Jacke.

Wenn ich Leder trage, zieh ich mir 'ne "Schildkröte" drunter, unter der ist es dann schon recht stickig,

das entfällt nun auch.

Im Moppetladen fragt mich ein schlanker Mittzwanziger: "Geiler Moppetanzug, was ist das für einer?"

Ich dreh ein Ründchen mit meiner Liebsten, ich frage: " Was soll ich anziehen Leder oder Textil?"

"Zieh lieber Textil an, im Leder wirkst du pummelig." 😵🤔

In den hohen Bergen, bei mitunter großen Temperatursprüngen, macht sich der Thund-R hervorragend,

wird's kühler, während der Fahrt Reissverschlüsse zu ... Cool... äh ... ich meine natürlich warm.


Nachdem Dunja, im Leder mal nass geworden ist, kaufe ich ihr einen Rukka Elastina.

Frühling in der Soester Börde.

Bei der 1. Ausfahrt brennt Sie direkt am heißen Auspuff ein Loch ins Hosenbein. 🙄😂

Perfekt repariert, natürlich keine Garantie. 😂

Sind wir jetzt "Omma un Oppa"? Ich finde wir sehen schneidig aus.

Im Sauerland.

📸 Eberhard Sasse


Im Februar 2018 fahr ich mit Roland Debschütz, im Rahmen seines Hilfsprojekts, mit kleinen Honda Rollern durch Kambodscha. Allgemeiner Dresscode auf den Moppets : T-Shirt, Shorts und Sneaker. 🤔

Ich kenne die Bilder aus Thailand, Touris mit riesigen Schürfwunden durch vergleichsweise harmlose Stürzchen. Für mich: No Way!


Staubig in Kambodscha.

In Kambodscha trage ich den Rukka AirAll den Motorrad Anzug mit dem "T-Shirt Effekt".

Was so allerdings NICHT stimmt.

Bei einem kurzen Ritt von 2 Km, halte ich mich mal an den allgemeinen Dresscode und fahre in T-Shirt und Shorts.

Das flatternde Shirt kredenzt mir "Jucke" an Armen und Rücken, die Luft schaft es aber nicht durch

die Hosenbeine an den Hintern. Das Klima im Anzug ist, trotz grossflächiger Protektoren, weitaus besser.

Vor kambodschanischen Straßenstaub schützt der Anzug hingegen nicht.



Tropisch in Lüdenscheid.

Aber auch an den Europäischen Tropentagen ist es ein Genuß, wenn der Wind den ganzen Körper umschmeichelt.

Während die Motorrad Community im Internet über die Hitze jammert, fahren wir dem Gewitter entgegen. Ebby, mit dem pinken Schirm jammert auch.

Nebenbei bemerkt, Er hat jetzt auch ein RUKKA Anzug.




2019 sind die 50.000 km absolviert.


Im hochalpinen Dreck.

Matthias hat die Wette ganz klar gewonnen.

Wenn ich von meiner alljährlichen Fototour heimkehrte, musste die muffelnde, völlig verdreckte Lederkombi immer in die Reinigung. Der Rukka kommt in die Waschmaschine. Und sonst? Nix....

Doch, Theater mit dem Reissverschluss.

Ausgerechnet am Anfang meiner '19er Fototour zickt der Reissverschluss,

zur Verteidigung des RUKKA's muss ich sagen,

dass wohl kaum jemand den Zipper so oft betätigt, wie ich im Fotomodus.

However, ich krieg die Jacke nimmer zu und habe einen vollen Terminkalender. In meiner Verzweifelung ruf ich Matthias an, Er nimmt sich meiner an und verspricht zu helfen. Derweil schau ich mir den Verschluss genauer an. Mit einer kleinen Kneife drück ich den ausgelullerten "Kastenteil"ein wenig zusammen und zack, flutscht er wieder.🤗




📸 Jürgen Theiner


2020 bekomm ich den Realer.

Im Vergleichstest kloppt er sie alle wech und macht auch im Stehen wieder eine gute Figur.

Auf dem Haarstrang.

📸 Dunja Drückhammer


Was mir direkt auffällt sind die Belüftungsreissverschlüsse. Vorn auf Höhe der Schlüsselbeine die "Airboxes", wenn ich mich im Sommer mal wieder nass fotografiert habe, füllt sich ab 80 km/h die ganze Jacke mit angehmer Kühlluft. Zum Sturm verstärken lässt sich das Ganze, wenn man den Hauptverschluss ein wenig öffnet, darunter befindet sich nähmlich ein Brustprotektor, der Luft rein - aber Viehzeugs draußen lässt. Dazu noch Lufteinlässe an den Beinen. Herrliches Klima. 🤗💨

Am anderen Ende der Temperaturscala beschützen mich, auf kleinstem Raum verstaubare Thermo Inlays. Man zieht den Anzug einfach drüber, statt kompliziert Innenfutter rein zu fummeln.

Mit dem Oberteil kommst'e beim Apres Biking auch problemlos am Türsteher vorbei.

Wenn dann am nächsten Tag vom Singen der Hals schmerzt, empfiehlt sich der an"zipp"bare Sturmkragen .


Dann im Februar '22: Teneriffa und La Gomera.

Teneriffa.

Hier scheint die Sonne und es ist warm, aber auf 2400 m kann es auch auf den Sonneninseln empfindlich kühl werden.

So wie an dem regnerischen Morgen als wir uns im Norden Teneriffas, auf den Weg nach La Gomera machen. Natürlich über den Berg statt über die Autobahn. Nebel, kalt. Gleich, spätestens wenn wir die Baumgrenze passieren, werden wir, wie vor ein paar Tagen, wieder völlig fasziniert auf das Nebelmeer hinunterschauen.

Teneriffa.

Aber es kommt ganz anders.🙄

Die "Suppe" hört nicht auf. Für mich ballern die Heizgriffe volles Rohr und Dunja klagt über kalte Finger, ich sage: "Gleich hört der Nebel auf, dann wärmt uns die kräftige Sonne" und leide mit.

Dem ist nicht so, stattdessen erscheint die Glatteiswarnung im Display. 🥶

Vielleicht hätten wir uns die Inlays in den Hosen gönnen sollen.

Nun geht's den Berg wieder runter und wir tauchen aus dem Nebel auf.

Schlagartig wird's wärmer, noch ein paar Km und das Quecksilber zeigt 28°C. Belüftungsreissverschlüße auf! Wir stehen in der Schlange an der Fähre, da hilft auch die Belüftung nicht mehr, Klamotten aus!


Nach schaukeliger Überfahrt, kurz vor'm Gomerischen Regenwald ...

Auf La Gomera, mit Blick auf Teneriffa.

📸 Dunja Drückhammer


weht eine kräftige Brise. Der Teide liegt mittlerweile im Klaren und für uns wird's erneut nebulös. Darüber hinaus werden wir immer wieder von unberechenbaren, heftigen Böen fast von der Straße geblasen. Zwischen den Felsen, die man wegen des Nebels nicht sieht, stürmt es gewaltig hindurch, Äste liegen auf der Straße. Mehr als 50 km/h erscheinen mir lebensmüde. Dunja wird mir später erzählen:"Das war übrigens das 1. mal, daß ich bei dir hinten drauf Angst hatte." 😘



Im Staub der Steiermark.

Das war meine/unsere größte thermische Herausforderung. Wir haben trotz vergessener Hosen Inlays, bis auf Dunja's kalter Finger, nicht gefroren.


Die Lederkombis hängen ungenutzt an der Garderobe.

Die Dinger mit dem chiquen R machen ja nicht nur 'n schlanken Fuß. 😉














📸 Werner Gröbl


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